GASTEINER MUSEUM

im Hotel Europe

Kaiser Franz Josef-Str. 14

5640 Bad Gastein

 

 

Sonderausstellung 2016 anlässlich „Salzburg 20.16“:

 

7. Mai 2016 bis April 2017

 

 

 

GELD UND GOLD

 

Bergbau nach der Zeit der Salzburger Erzbischöfe

 

unter Oberkunstmeister Joseph Gainschnigg

 

Das Gasteiner Museum im Hotel Europe in Bad Gastein beleuchtet in einer Sonderausstellung die Zeit um 1816.

Ein Teil dieser Ausstellung zeigt den Badeort Wildbad Gastein in einer Zeit des großen Aufbruchs. Dieser begann durch den Bau des Badeschlosses durch den letzten Salzburger Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo. Dieses 1794 eröffnete Haus war das erste moderne und aus Stein erbaute Kurhaus im Wildbade. Nach der Säkularisierung des Landes kam Salzburg 1816 zu Österreich und im Jahr 1822 kam erstmals Erzherzog Johann, ein Bruder des österreichischen Kaisers Franz I., nach Gastein. Er errichtete hier das Meranhaus. Aus dem Wildbad wurde der berühmte Kurort Bad Gastein.

 

Der Hauptteil der Sonderausstellung befasst sich mit dem Gold- und Silberbergbau dieser Epoche. Joseph Gainschnigg (1759-1835), Sohn des Böcksteiner Mesners, war zu Beginn des 19. Jahrhunderts der führende Techniker in Gastein und weit darüber hinaus.

 

Bereits im Jahr 1802 – Erzbischof Hieronymus Colloredo war nicht mehr in Salzburg und in Paris wurde die Säkularisierung des Erzstiftes beschlossen – wurde Gainschnigg mit der Planung einer Aufzugsmaschine für den Gasteiner Goldbergbau beauftragt.  Gainschnigg war aber auch der führende Techniker bei der Fassung der Gasteiner Heilquellen und bei der Errichtung der Thermalwasserleitung nach Hofgastein 1825 – 1830. In den Jahren des großen Umbruchs im Lande zwischen 1800 und 1816 werden zwar kaum Investitionen durchgeführt, aber in der Zeit des Kurfürstentums bis 1806 besucht Erzherzog Ferdinand zweimal Gastein und besichtigt dabei auch den Bergbau.

 

Am Beispiel des Pioniers Joseph Gainschnigg wird in dieser Ausstellung im Gasteiner Museum der Aufbruch Gasteins gezeigt, der knapp nach 1816 nicht nur große Änderungen im Goldbergbau sondern auch im Badewesen in Bad- und Hofgastein mit sich brachte.